Deutschland im Pokémon-Go-Fieber

Deutschland versinkt im Hype um Pokémon

Wohin man hierzulande auch sieht: Deutschland scheint regelrecht im Pokémon-Fieber versunken zu sein. Weltweit soll die App täglich bereits so viele Nutzer haben wie Twitter!

Die kostenlose App ist seit einigen Tagen auch in Deutschland erhältlich. Doch nicht alle sehen in der virtuellen Monsterjagd eine unbeschwerte Freizeitbeschäftigung.

 

Falls ihr noch nicht mit dem Pokémon-Go-Fieber infiziert worden seid und der Pokémon-Hype bisher völlig an euch vorbeigerauscht ist: Aufgabe in diesem Spiel ist es, virtuelle Figuren in der realen Umgebung aufzuspüren, die nur auf dem Mobiltelefon zu sehen sind. Hinterlegt sind diese an Sehenswürdigkeiten, öffentlichen Plätzen oder in Parks.

Jüngst kam die Frage auf, ob die kleinen virtuellen Monster auch in Gotteshäusern zu finden sein sollten.

„Pokéstops“ in Gotteshäusern?

Zu dieser Frage hat sich der Wiener Dompfarrer Toni Faber geäußert. Seiner Meinung nach sei es falsch, Pokémons in Kirchen zu platzieren. Er fände es nicht angebracht, Pokémon in einer Kirche zu spielen. Die anglikanische Kirche hingegen möchte mit der Begeisterung rund um die App neue Menschen in die Gotteshäuser locken. Sogenannte „Pokéstops“ in Gemeinden würden es ermöglichen, Menschen zu begegnen, die normalerweise keine Kirche besuchen würden. Ähnliche Argumente wurden bereits bei der Debatte um die Einrichtung von WLAN-Hotspots in Kirchen vorgebracht, die sogenannten „Godspots“. Wie ein Berliner Pfarrer dazu meinte, zeige sich die evangelische Kirche damit modern, kommunikationsfreudig und sprichwörtlich international anschlussfähig. Ähnlich könne man dies auch mit der Einrichtung von Pokéstops sehen. Eine Einschränkung wird jedoch gefordert: Während der Gottesdienste sollen solche Pokéstops – ebenso wie Godspots - nicht verfügbar sein – Immerhin.

Aufladestationen für Smartphones in den Kirchen?

Sehr offen präsentiert sich auch die englische Kirche, die auf ihrem Blog Tipps für Gemeinden aufführt, wie mit dem aktuellen Pokémon-Hype am besten umgegangen werden sollte. So schlägt die englische Kirche vor, Essen und Getränke in den Kirchen bereitzustellen und Aufladestationen für die Smartphones anzubieten.

In der Kritik steht hingegen, dass Pokéstops auch in KZ-Gedenkstätten zu finden seien. Der Entwickler der App wurde aus Gründen des Respekts den Opfern gegenüber entsprechend dazu aufgefordert, KZ-Gedenkstätten als Spielorte zu entfernen.

 

Ist Pokémon wirklich bedenkenlose Unterhaltung?

Zuletzt befassten sich viele kirchliche Institutionen mit der Frage, inwiefern die neue App dämonische oder teuflische Quellen habe, denn immerhin stünde die Abkürzung Pokémon für das japanische Wort „Taschenmonster“. Das Spiel könne daher nicht verharmlost werden, da es magische Steine und okkulte Figuren wie Geister enthalte. Zwar sei Pokémon letztlich nur ein Spiel, könne aber das Denken der Spielenden entsprechend negativ beeinflussen.

 

Was meint ihr zu dem aktuellen Pokémon-Hype? Seid ihr bereits infiziert oder lässt euch der Hype kalt? Wie steht ihr zu der Aussage, die Pokémon-Figuren seien dämonischen Ursprungs?

 

Quellen: jesus.ch, jesus.de

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