Vorsicht vor dem „Ken-Syndrom“

Vorsicht vor dem „Ken-Syndrom“

Keine Frage: Die heutigen Zeiten sind schnelllebig und von viel Oberflächlichkeit geprägt. Stars und Sternchen kommen und gehen und den Status eines Prominenten haben bereits mehr oder weniger talentierte Kandidaten bei „Big Brother“ oder „Deutschland sucht den Superstar“. Eines haben viele dieser „kleinen Kometen“ gemeinsam: Einen Sixpack oder viel Schminke im Gesicht. Doch wer nun denkt, dass nur junge Frauen einem gewissen „Barbie-Image“ hinterherlaufen, der irrt sich. Auch immer mehr junge Männer leiden unter den heute vielfach geltenden Schönheitsidealen.

 

Fitnessstudio und Steroide

Der christliche Jugendverband „The Boys Brigade“ aus Großbritannien ruft Werber aller Branchen dazu auf, Abstand davon zu nehmen, perfekte Körper zu zeigen. Grund für diese drastische Forderung: Forscher konnten mittlerweile feststellen, dass sich immer mehr junge Männer mit selbstauferlegten Hungerkuren quälen und Steroide konsumieren, um den makellosen Vorbildern aus der Werbung nachzueifern. Diese Tendenz nach dem Streben nach Perfektion war bisher vor allem bei jungen Mädchen zu beobachten; mittlerweile hat dieses Dilemma aber auch Einzug in der Lebenswelt vieler junger Männer gehalten. In einer Studie konnte ermittelt werden, dass 15 Prozent der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen zwischen acht und 18 Jahren dazu bereit seien, muskelaufbauende Substanzen einzunehmen. Einige der Studienteilnehmer seien darüber hinaus dazu bereit, sich kosmetischen Operationen zu unterziehen, um einem gewissen Idealbild entsprechen zu können.

 

Wenig Gesprächsbereitschaft

Die Hälfte der jungen Männer fühle sich durch soziale Medien unter Druck gesetzt und ein Viertel hiervon gab an, dass ein perfekter Körper erreichbar sei. Über dieses Thema reden wollen aber nur die wenigsten der betroffenen Jugendlichen. Diese Tendenz bestätigt auch Bill Stevenson von „Boys Brigade“: „Wir sind mit tausenden jungen Männern im Gespräch und besonders Teenager bestätigen, dass sich durch die Werbung auch das Männer-Bild verändert hat“. In der Folge würden sie häufiger im Fitnessstudio trainieren und seien sich diesem Thema sehr viel bewusster. Stevenson ist der Meinung, dass Werber sich nicht nur auf das Idealbild eines Mannes konzentrieren sollten, sondern eine „breitere Palette menschlichen Aussehens abbilden“ sollten.

 

Quelle: Jesus.ch

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