Denzel Washington hält eine brennende Rede

Es ist wichtig die Kinder im Glauben zu erziehen

Bei der jährlichen Wohltätigkeitsveranstaltung der Church Of God in Christ (COGIC) sprach Oskarpreisträger Denzel Washington über seinen christlichen Glauben und über die Bedeutung, Kinder im Glauben an Gott zu erziehen.

The St. Louis American berichtet, dass der 60-jährige Schauspieler zunächst das Vaterunser sprach und dann in einem sehr persönlichen Zeugnis die Verbindung seiner Familie mit COGIC thematisierte.

„Mein Vater, mein Vater hier auf der Erde, Denzel Washington Sr. war 60 Jahre lang Pastor in der Church Of God in Christ,“ sagte Washington. „Ich erinnere mich an die wichtigste Zeit in unserem Heim. Er war  sehr aufgeregt, wenn er sich für die Versammlung in Memphis, Tennessee vorbereitete. Ich wusste gar nicht, was er da machte, um ehrlich zu sein konnte ich nicht mal das Wort (Anm. d. Red. „convocation“) aussprechen, aber ich wusste, dass es für ihn wichtig war.“


Der Schauspieler aus dem Film „Mann unter Feuer“ erinnert sich gut daran, wie sein Vater jedes Jahr aus New Yorks Norden nach Tennessee reiste.

„Er suchte seine zwei besten Anzüge zusammen, und meine Mutter machte ihm eine Brotzeit fertig und eine Thermoskanne mit Kaffee und dann fuhr er,“ sagte Washington. „Ich weiß, dass er sich jetzt im Himmel darüber freut, dass sein Sohn heute sein Bestes tut – durch Gottes Gnade.“

Das Bankett der COGIC, das in diesem Jahr von über 1.000 Leuten besucht war, dient dazu, Gelder zu sammeln für weltweite Katastrophenhilfe und Stipendien. In diesem Jahr bot die Organisation 37 Stipendien im ganzen Land an.

In seiner Rede sprach Washington außerdem darüber, wie wichtig es ist, gerade in den Bereichen Glauben und Finanzen in die Jugend zu investieren. Washington hat mit seiner Frau Pauletta vier Kinder und zog die Verbindung zu seinem eigenen Leben.

„Vor vierzig Jahren, am 27. Mai 1975, war ich im Schönheitssalon meiner Mutter. Ich war von der Schule geflogen. Ich hatte miserable Noten. Ich hatte keine  Zukunft,“ sagte Washington. „Ich saß da und sah in den Spiegel. Hinter mir saß eine Frau unter der Trockenhaube. Natürlich kommt die Stimme Gottes immer unter einer Trockenhaube vor.“

Diese Frau war eines der ältesten Gemeindemitglieder seiner Kirche. Der Schauspieler erinnert sich daran, wie sie um Papier und Stift bat, um die Prophezeiung aufzuschreiben, die sie für Washingtons Leben hatte.

„Sie sagte: `Junger Mann, du wirst um die ganze Welt reisen und zu den Leuten reden`,“ sagte Washington. „Stellt euch das vor! Ich war zwanzig Jahre alt, hatte miese Noten und war gerade von der Schule geflogen. Sie sagte: `Du wirst predigen!`“

„Im Rückblick auf meine 40-jährige Reise muss ich sagen: sie hatte wahrscheinlich recht,“ fuhr er fort. „Durch meine Arbeit konnte ich zu Millionen Menschen sprechen. Aber 2015 habe ich mich entschieden, nicht nur weiterhin durch meine Arbeit zu sprechen, sondern ich wollte ganz bewusst öffentlich über das reden, was Gott für mich getan hat.“


Washington sieht seinen Erfolg auch in den Gebeten seiner Mutter begründet: „Einmal fragte ich meine Mutter: `Mama, hast du jemals gedacht, dass ich so werden könnte?` und sie sagte: `Junge, hast du eine Ahnung, wie viele Leute für dich beten? All die Gebetsketten und Gebetstreffen.` Und dann musste ich die Fenster putzen.“

Washington wurde bei seinem Auftritt vom Church Of God in Christ Vorsitzenden Bischof Charles Blake angekündigt.

„Ihr kennt alle die großartigen Rollen, die er gespielt hat. Er wirkte in ein paar der bedeutendsten und größten Filme unserer Zeit mit,“ sagte der Pastor. „Und die Liste der Filme, in denen er gespielt hat, und die Preise, die er bekommen hat, ist lang. Aber als sein Pastor wünsche ich mir, dass ihr ihn einfach kennenlernt. Hier ist ein Mann, der seiner Kirche und seinem Pastor mit großer Liebe und Respekt begegnet.“

Washington, der durch Kultfilme wie „Training Day“, „American Gangster“ oder „Philadelphia“ bekannt wurde, wird als einer der einflussreichsten Christen in Hollywood bezeichnet, weil er ganz offen über seinen christlichen Glauben spricht.

In einer Rede zum Studienabschluss im letzten Mai forderte er die Studenten der Dillard Universität dazu auf, „Gott in allem, was ihr tut, an die erste Stelle zu setzen.“

„Nummer eins: stellt Gott in allem an die erste Stelle. Alles, was ihr denkt in mir zu sehen, und alles, was ich erreicht habe, und alles, was ich besitze... alles kommt nur durch die Gnade Gottes. Versteht das. Es ist ein Geschenk,“ sagte er.


Quelle: gospelherald

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