Mutige Muslime bewahren Christen vor dem Tod

Mutige Muslime bewahren Christen vor dem Tod

Muslimische Passagiere weigerten sich bei einem Angriff der Terrorgruppe Al-Shabaab im Nordosten Kenias, sich von den christlichen Fahrgästen zu trennen. Einige der Muslime überließen christlichen Frauen sogar ihre Burkas, um sie auf diese Weise vor den Terroristen zu schützen und deren Leben zu retten.

Alle Muslime sind radikal – Wirklich?

In den Medien herrscht in den christlich dominierten Ländern häufig die Vorstellung, alle Muslime seien Radikale und glühende Verfechter des Islamischen Staates. Hiermit wird einem Großteil der Muslime natürlich Unrecht getan. Erst vor einigen Tagen bewies eine Gruppe kenianischer Muslime sehr viel Mut und Solidarität mit christlichen Mitmenschen, wie an folgender Zeitungsmeldung deutlich wird.

Entweder alle oder keinen

Während einer Busfahrt im Nordosten Kenias wurde das Fahrzeug von einer Terrorgruppe unter Beschuss genommen und zum Anhalten gezwungen. Die mehr als 100 Passagiere mussten den Bus verlassen und wurden anschließend dazu aufgefordert, sich nach Christen und Muslimen aufzuteilen, mit dem Ziel, alle christlichen Passagiere umzubringen. Als die Terroristen nun Versuche anstellten, die Christen zu identifizieren, erhoben sich muslimische Passagiere und erklärten gegenüber den Terroristen, dass man sie entweder „alle zusammen töten oder alle gehen lassen“ müsse. Wie von einem der muslimischen Opfer gegenüber einem US-amerikanischen Nachrichtensender angegeben wurde, überließen einige muslimische Frauen ihren christlichen Geschlechtsgenossinnen Burkas, damit diese ihre christliche Identität vor den Terroristen verbergen konnten. Die Terroristen waren auf so viel Solidarität und Mut seitens der Geiseln nicht vorbereitet und drohten zunächst, alle Passagiere zu erschießen. Von diesem Plan ließen sie jedoch schnell wieder ab, da sie ein Einschreiten der Bewohner der angrenzenden Ortschaften befürchteten. Dennoch wurden bei dem Attentat zwei Menschen getötet und drei verletzt; wie die Polizei anschließend mitteilte, wäre durch die mutige Aktion der Muslime jedoch ein bedeutend größeres Massaker verhindert worden.

Kenianischer Bischof: „Konkretes Zeichen“

Der Bischof von Garissa zeigte sich sehr erfreut über die Reaktion der muslimischen Mitbürger. Gegenüber einer Nachrichtenagentur bezeichnete er den Mut und die Solidarität der muslimischen Passagiere als „eine gute Sache“. Es sei „ein konkretes Zeichen“, dass die kenianischen Muslime ein Zeichen gegen Gewalt gesetzt hätten. Die Terroristen wüssten nun zudem, dass sie mit keinerlei Unterstützung seitens der muslimischen Gemeinschaft rechnen könnten.

 

Quelle: Jesus.ch

Das könnte Sie auch interessieren: