Das ABC des Glaubens - K wie das Kreuz

Das ABC des Glaubens - K wie das Kreuz

Das Kreuz ist neben dem Fisch sicherlich das bekannteste Zeichen, das den christlichen Glauben visuell ausdrückt. Man findet es nicht nur auf Kirchentürmen oder Friedhöfen, sondern auch als Modeschmuck bei Kettenanhängern. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter diesem Symbol?

Der Sohn Gottes muss sterben

Das Kreuz: zwei Balken und daran ein sterbender Körper. Dieses Symbol ist sicherlich das erste, das einem bei einem Besuch in einer Kirche sofort ins Auge springt. Der Mann, der dort am Kreuz stirbt, ist Jesus Christus, ein Zimmermann aus Nazareth. Seine Jünger und Anhänger sahen in ihm den Messias, den Retter und Erlöser. Seine Widersacher hingegen sahen in ihm einen Gotteslästerer und Rebell. So waren sie sich schnell einig, dass er „beseitigt“ werden musste. Jesus war ausgestattet mit aller göttlichen Gewalt und hätte sich spielend leicht gegen seine Peiniger zur Wehr setzen können. Dies tat er jedoch nicht, als er verraten und der Macht der römischen Besatzer und jüdischen Führer ausgeliefert wurde. Er wurde schließlich auf einem kleinen Hügel außerhalb der Stadt Jerusalem ans Kreuz genagelt und betete noch im Sterben für die Menschen, die ihn umbringen, mit den berühmten Worten:

„Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“ (Lukas 23, 34)

Bedeutsamstes Ergebnis für die Menschheitsgeschichte

Sollte der Tod von Jesus Christus nur heroische Bedeutung haben? Handelte es sich bei diesem ungerechten Urteil und der grausamen Hinrichtung lediglich um ein weiteres sinnloses Ereignis in der Weltgeschichte?

Für den christlichen Glauben ist das Sterben von Jesus Christus am Kreuz eine elementare Grundlage. Nicht ohne Grund wird in allen vier Evangelien, die sich mit dem Leben und Wirken von Jesus Christus beschäftigen, ausführlich über sein Sterben berichtet. Alle Evangelien laufen in ihrer Erzählung auf dieses fundamentale Ereignis hin, denn durch seinen Kreuzestod besiegelte Jesus das, was er prophezeit und gelebt hat. Er selbst erklärte seinen Anhängern und Jüngern zuvor, warum er am Kreuz sterben musste – und wollte:

„Der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um sein Leben zu geben als Lösegeld für die Vielen.“ (Markus 10, 45)

Der Tod von Jesus Christus am Kreuz von Golgatha ist für einen Christen bis heute der wichtigste Wendepunkt in der Weltgeschichte, denn es geht hierbei nicht darum, wie ungerecht, grausam und furchtbar der Tod von Jesus Christus gewesen sein mag - auch wenn er es zweifellos war, auch davon berichtet die Bibel in schonungsloser Offenheit - sondern die tiefere Frage lautet: Wer ist diese Person, die hier sterben musste?

Durch das Kreuz ist der Weg zu Gott frei

Die Bibel selbst gibt die Antwort auf diese Frage: Bei diesem sterbenden Menschen handelt es sich um Gott selbst, der in Jesus Christus selbst zu einem Menschen aus Fleisch und Blut wurde und die Schuld der gesamten Menschheit auf sich genommen hat. Gott selbst ist es letztlich also gewesen, der sich am Kreuz hat hinrichten lassen und sein Leben für alle Menschen hingab. Aus diesem Grund wird Jesus auch als Opferlamm bezeichnet, das die Sünden der Welt hinwegträgt, wie es von Johannes dem Täufer in der bildlichen Sprache der Bibel beschrieben wird. Daher ist das Kreuz bis heute zu Recht Zentrum des gesamten christlichen Glaubens, denn am Kreuz dreht Gott alles um: der Tod wird besiegt und alle Sünden sind denen vergeben, die Jesus Christus als ihren Herrn und Heiland in ihr Leben einladen.

 

Quelle: Jesus.ch

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