Gerichtsurteil trifft christliche Kontaktseite

Homosexuellen muss der Zugang gewährt werden

Nach einem umstrittenen Gerichtsurteil in Kalifornien dürfen schwule und lesbische Singles nun auf der bekannten Homepage ChristianMingle.com nach gleichgeschlechtlichen Partnern suchen.

Das  Wall Street Journal berichtet, dass 2013 ein schwules Pärchen Spark Networks verklagte, denen ChristianMingle gehört. Sie behaupteten, dass die Anbieter "willkürlich und absichtlich" schwule und lesbische Personen von ihrer Seite ausschließen würden. Dies widerspräche dem kalifornischen Recht, in dem Geschäfte dazu verpflichtet würden, allen Menschen gleichen Service anzubieten, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung."

Am Montag gab ein Bundesrichter die Bedingungen des Urteils bekannt: Spark Network muss die Suchbedingungen und die Profileinstellungen auf der Webseite innerhalb der nächsten zwei Jahre für schwule und lesbische Singles anpassen. Geldbußen beinhalten 9.000 Dollar für jeden Kläger und die Zurückerstattung der Anwaltskosten in Höhe von 450.000 Dollar. Dieses Urteil gilt auch für die Seiten CatholicMingle.com, AdventistSinglesConnection.com und BlackSingles.com.

Im Urteil heißt es: "Spark muss die Auswahlmöglichkeiten "Mann sucht Frau" und "Frau sucht Mann" in Zukunft nicht ändern, wenn sie gleiche Auswahlmöglichkeiten anbieten, die es den Usern ermöglichen, auch gleichgeschlechtliche Partner zu suchen. User dürfen nicht gezwungen werden, beim Verwenden der Homepage anzugeben, sie würden einen gegengeschlechtlichen Partner suchen, wenn dem nicht so ist. Solange Spark die Mingle-Seiten betreibt werden User auch die Möglichkeit haben, gleichgeschlechtliche Partner zu suchen, indem sie die Text- und Profilfunktionen der Seite verwenden."

Bisher konnten sich gleichgeschlechtliche Paare auf ChristianMingle nicht finden, da sie sich gleich beim Anmelden auf der Seite nicht als schwul eintragen konnten. ChristianMingle ist "die größte und vertrauenswürdigste Kontaktseite" der Welt und nennt sich auf der eigenen Homepage "die erste  Anlaufstelle für jeden, der eine Beziehung und Ehe innerhalb des christlichen Glaubens sucht."

Das Wall Street Journal stellt fest, dass es bereits am Donnerstag eine Veränderung auf ChristianMingle.com gab. Wenn sich nun jemand zum ersten Mal auf der Seite anmeldet, wird er nicht gefragt, ob er als Mann eine Frau oder als Frau einen Mann sucht. Es wird zunächst nur das Geschlecht abgefragt.

Vineet Dubey, Anwalt der Kläger, lobt die Entscheidung und sagt: "Ich bin sehr dankbar, dass wir mit Spark zusammenarbeiten können, um sicherzustellen, dass die Menschen an allen unterschiedlichen Angeboten, die unser Land so besonders machen, teilnehmen können. Unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung."

Im Gegensatz dazu wurde die Entscheidung von vielen Gläubigen stark kritisiert. In einem Editorial des Libertarian Republic wurde das kalifornische Urteil niedergemacht. Es übe autoritäre Gewalt über religiöse Freiheit aus.

"Die Regierung schränkt die Freiheit eines Geschäftsmannes bezüglich seiner Entscheidungen und Aktionen mehr und mehr ein," schreibt der Autor Darrell England. "Die Regierung fordert strikten Gehorsam der Firmenbesitzer ein, auf Kosten der eigenen individuellen Freiheit. Und jetzt schreibt die Regierung den Firmen auch noch vor, wer ihre Kunden sein dürfen und welche Services sie anbieten müssen? Meine Hoffnung besteht darin, dass die amerikanischen Wähler bald erkennen, welche Bedeutung es hat, Politiker zu wählen, die persönliche Freiheit unterstützen." 

Quelle:gospelherald

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